SEO – Suchmaschinen-Optimierung noch sinnvoll?

SEO

Letztes Wochenende habe ich der 4-tägigen „Advanced SEO Summit“-Callenge mit SEO Grössen wie Neil Patel, Michael Howard von Sendgrid, Maryna Hradovich von SemRush, Tyler Mc Conville  und noch etlichen anderen Suchmaschinen-Experten beigewohnt. War hoch interessant und informativ und es stellt sich die Frage, ob Suchmaschinen-Optimierung für den einzelnen Webmaster sinnvoll ist.

Ich nehme mal meine Meinung vorweg:
Jein 😉

SEO – On Page Optimierung

SEO lässt sich bekanntermaßen in 2 grosse Kategorien aufteilen. In die On-Page-Optimierung, hierbei zählen alle Optimierungsarbeiten auf der eigenen Seite und in die Off-Page-Optmierung, wie zB. den externen Linkaufbau, etc.

Die meiste Optimierung kann auf den eigenen Seiten durchgeführt werden.

Dazu zählen unter anderen

  • unique Content, sprich der Text muss einzigartig sein
  • Verbesserung der internen Verlinkung
  • Verwendung einer Breadcrumb-Navigation
  • suchmaschinenfreundliche URLs, wichtig dabei auf Kurz-Varianten zu achten: „beispiel.com/blog/thema“ ist besser als „beispiel.com/blog/jahr/monat/tag/thema“
    wer WordPress verwendet gibt als Permalink „Beitragsname“ an
  • meta description verwenden; zwischen 150-175 Zeichen (vor allem für den Besucher interessant, wenn dieser über Google sucht)
  • strukturierte Daten – Stichwort schema.org – verwenden (siehe auch Google)
  • lange Texte verwenden. 1.000 bis 5.000 Wörter. Auf Textlänge wird neuerdings vermehrt geachtet
  • Keyworddichte, nach wie vor ein Thema, hat aber nicht mehr diese Relevanz wie noch vor ein paar Jahren. Richtwert Focus-Keyword ca 2,5%
  • Ladegeschwindigkeit der Webseiten. Je schneller umso besser.
  • auf Lade und Script-Fehler achten.

WordPress Anwender in Vorteil

Wie du sieht, kann recht viel auf der eigenen Seite optimiert werden. WordPress-Nutzer haben den Vorteil, dass das CMS von Haus aus schon recht suchmaschinenfreundlich ist. Mit dem kostenlosen Yoast SEO Plugin steht ein weiteres tolles Tool zur Verfügung. Mit dem Yoast SEO Plugin lassen sich die meisten oben aufgezählten Optimierungspunkte entweder von Haus aus erledigen, oder der Anwender wird durch den Optimierungsprozess geführt.

Ist der Webserver prinzipiell zu langsam, dann hilft auf einen besseren Account oder gleich den Provider zu wechseln. Ein guter Webspace kostet halt mehr als die 1-2 Euro von Billighostern. Nicht nur der Webserver ist für die Ladegeschwindigkeit verantwortlich, ebenso der Seitenaufbau (in der Regel dein Template), die verwendeten Programme sowie die verwendete PHP-Version (je neuer desto flotter).

Fazit On-Page SEO

On-Page SEO kann mit relativ kleinen Aufwand durchgeführt werden. Es wird empfohlen, On-Page Suchmaschinen-Optimierung von Anfang an durchzuführen und laufend anzuwenden. Dann ist einmal die Basis geschaffen, dass Google & Co deine Seiten indizieren und du bei den Suchabfragen vorne gereiht wirst. Bedenke aber, dass du für Menschen schreibst und nicht für Suchmaschinen.

Off-Page SEO

Off-Page Suchmaschinen-Optimierung ist im Vergleich wesentlich komplizierter. In erster Linie geht es bei der Off-Page SEO um die externe Verlinkung zu deiner Seite. Vereinfacht gesagt: Je mehr Verweise es zu deinen Seiten gibt, umso besser stehst du für die Suchmaschinen da.

Schnell verlässt man dabei den legalen Pfad und kommt in Versuchung Foren, Blogs, Presseportale, Facebook, Twitter und ähnliches zuzuspammen, nur um auf einen Haufen Verweise zu kommen.

Das war unter anderem mit ein Grund, warum ich hier diese Platform gegründet habe. Ich war einfach geschockt, dass viele sogenannte Online Marketing Experte den Hilfesuchenden kostenpflichtige Anleitungen und Kurse anbieten, wo denen Schritt für Schritt erklärt wird, wie man Spam in den diversen Foren, Blogs und Co hinterlässt, ohne dass man sofort von den jeweiligen Webmaster gelöscht wird. Das ist einfach nur schändlich!

Den meisten der Hilfesuchenden ist gar nicht klar, dass sie sich mit dieser Vorgehensweise auf illegalen Pfaden begeben. Nicht nur dass diese dann Spam hinterlassen, Google & Co erkennt dies früher oder später und straft solche Seiten dann ab.

Jedenfalls das wollte und will ich ändern, indem ich zeige, dass es auch anders geht und man damit langfristig erfolgreicher ist.

Ganz so einfach machen es Google & Co aber nicht. Es ist ein ewiger Wettlauf zwischen den Suchmaschinen-Betreibern und den Suchmaschinen-Optimierern. Die Suchmaschine will die besten und relevantesten Ergebnisse liefern. Der Webmaster hingegen will naturgemäß seine Seiten möglichst weit vorne haben.

Die Algorithmen der Suchmaschinen

Wie also bewertet eine Suchmaschine einzelne Webseiten und deren Inhalt? Welche Faktoren sind von Relevanz, welche sind unbedeutend und welche können eine Abstrafung nach sich ziehen?

Die Algorithmen von Google werden immer komplexer.
Erfolgte die Bewertung einer Seite in der Anfangszeit noch über die Meta-Tags „Description & Keywords„, wird heute nach wesentlich mehr Kriterien bewertet.

Bewertungskriterien sind zum Beispiel die Themenrelevanz der Seiten, deren Autorität und Wichtigkeit, das Alter der verweisenden Domain, das Alter deiner Domain usw. Es wird auch geachtet, wie lange sich die Besucher auf einzelnen Seiten aufhalten, wieviele Verweise auf die Seiten zeigen, dabei wird jeder Verweis noch extra gewichtet durch die Autorität der gebenden Seite.

Vor ein paar Jahren waren noch Keyword-Links (= Verweise, welche dein gewünschtes Suchwort enthalten) extrem hilfreich. Heutzutage ist auf eine ausgewogene Mischung der Linktexte zu achten, ansonsten kann es dir passieren, dass du abgestraft wirst, wenn zB ausschliesslich Keyword-Links zu deine Seiten verweisen.

Hast du Links von Spamseiten wertet dies Google ab. Im schlimmsten Fall wird deine gesamte Seite abgestraft, wenn Google der Meinung ist, dass du dir diese Link illegal verschafft hast, oder du bei Linktausch mitmachst.

Wie komme ich zu Links?

Der legale Weg ist Kooperationen mit anderen Webseitenbetreibern einzugehen. Wichtig dabei ist auf Themenrelevanz zu achten. Biete zB. hochwertige Gastbeiträge an, engagiere dich in Foren – nicht nur um deine Links zu hinterlassen, sondern um anderen zu helfen. Damit baust du dir so nebenbei auch einen Expertenstatus auf. Führe Interviews durch, nimm an Online-Kongressen teil, verwende Social Media wie Facebook, Twitter und Co. Bedenke aber, dar Grat zwischen dem legalen Weg und Spam ist schmal.

Fazit Off-Page SEO

Off-Page SEO ist nur was für Experten, die genau wissen, was sie tun. Das Thema Off-Page SEO wird von Jahr zu Jahr komplexer und vielschichtiger, das hat mir die 4-tägige „Advanced SEO Summit“-Callenge mit SEO Grössen wie Neil Patel deutlich gezeigt. Klar, all diese Experten können jede Webseite auf die vorderen Plätze bringen. Denn sie haben, a) das Geld, b) die Zeit und c) das Fachwissen.

Deswegen ist die Off-Page Suchmaschinen-Optimierung für den Durchschnitt-Webmaster kaum geeignet!

Wirklich,
die Zeit, was man als Unwissender mit Off-Page SEO verplempert, nutzt man besser mit dem Schreiben neuer Fachartikel, welche einen Mehrwert für Leser bieten. Das bietet dir langfristig einen besseren Nutzen.

Schlussfazit

Suchmaschinen Optimierung JA, aber nur soweit wie es einerseits dein Kenntnisstand erlaubt und andererseits sich das in einen vernünftigen Zeitrahmen hält. On-Page SEO kannst du leicht durchführen, dazu stehen dir auch genug Tools zur Verfügung. Ansonsten beschränke dich punkto Off-Page-SEO auf das notwendigste.

Konzentriere dich auf deinen hochwertigen Content, dem Vermarkten deiner Webseite / Artikel / Produkte, dem Aufbau deiner Kunden und deren Betreuung.

Und betreibst du SEO. Wie sind deine Erfahrungen? 
Hinterlasse gerne deinen Kommentar. Bitte OHNE Werbelink, danke ;-)

Über Alex Raganitsch

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Kristina Antworten

Sehr guter Artikel ! das mit der Off-page Optimierung ist schon so ne Sache kostet mich immer den letzten nerv aber wie du schon sagst es ist besser die Zeit in sinnvolle Artikel rein zu stecken aber es gehört halt dazu
lg Kristina

Meiko Antworten

Ein sehr guter Artikel!

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